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Barbara Reisen: Kur in Polen und Deutschland

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Allgemeines zum Inhaltsverzeichnis

Polen liegt im Herzen Europas - hier befindet sich der geometrische Mittelpunkt des Kontinents. Die Entfernung von Warschau zu anderen europäischen Städten ist nicht groß, bis nach Paris und London sind es zwei Flugstunden, nach Wien und Berlin fliegt man ca. eine Stunde. Eine schnelle Anreise ermöglichen auch die Europa-Straßen und günstige Bahnverbindungen. Den Besuchern stehen eine halbe Million Unterkünfte, Tausende Restaurants und vielfältige Unterhaltungsangebote zur Verfügung. Polen ist ein Land, in dem sich Gäste sicher und willkommen fühlen können. Hinsichtlich des Zugangs zu Bankautomaten liegt es an der 8. Stelle in Europa. Die drei Mobilfunknetze decken 94% des Landes ab.

In Polen findet man alles: vom Gebirge mit Alpencharakter, über weite Strände, saubere Seen, riesige Wälder bis zu weltweit berühmten Sehenswürdigkeiten. Nicht zu vergessen ist dabei die polnische Gastfreundschaft. Die Menschen sind warmherzig und freundlich. Tausendjährige Städte ermöglichen Begegnungen mit der hohen polnischen Kultur und die ländlichen Regionen bieten die Stille und Abgeschiedenheit in zauberhaften Landschaften. Denn Polens Hauptattraktion ist die Natur. Sie ist wild, oft unberührt und von einer ungeheuren Vielfalt. Fast alle Nationalparks und anderen Schutzgebiete sind öffentlich zugänglich, was immer mehr Touristen zu schätzen wissen. Vor drei Jahren hat Polen hinsichtlich der Besucherzahl weltweit den neunten Platz eingenommen.

Republik Polen in Fakten zum Inhaltsverzeichnis

Die Republik Polen (Rzeczpospolita Polska) grenzt im Westen an Deutschland, im Süden an Tschechien und an die Slowakei. Ihre Nordgrenze bilden die Ostsee (528km) und Russland.

Auf einem Gebiet von 312.700 km leben über 38,5 Millionen Menschen (98,4 Prozent Polen, über 90 Prozent Römische Katholiken), davon 1,8 Millionen in der Hauptstadt Warszawa. Zu den größten Städten Polens gehören: Lódz/Lodsch, Kraków/Krakau, Wroclaw/Breslau, Poznan/Posen, Gdansk/Danzig, Katowice/Kattowitz und Szczecin/Stettin. Die Staatsform Polens ist eine Parlamentarische Demokratie mit dem Staatspräsidenten, Zweikammerparlament (Sejm und Senat), Ministerrat.

Im Jahre 1998 kamen nach Polen 18,8 Mio. ausländische Touristen, darunter 6,7 Mio. aus Deutschland. Als Tourist betrachtet man Besucher, die mindestens 1 Übernachtung in Polen haben. Der durchschnittliche Aufenthalt der deutschen Touristen betrug 5,9 Tage (1997: 5,7 Tage).

Von einem bedeutenden Anstieg des Interesses an den touristischen Reisen nach Polen bezeugen Daten der Weltorganisation für Tourismus (WTO). Danach stand Polen an 13.Stelle unter den Ländern mit den höchsten Einkünften aus Auslandstouristik und neunter Stelle unter den Ländern, die am häufigsten von Touristen besucht werden.

In Polen gibt es ca. 3500 Reisebüros, die zum größten Teil in der Incoming- Touristik tätig sind. Polen verfügt über 700.000 Übernachtungsplätze in 8000 Ortschaften (Hotels, Motels, Pensionen, Campingplätze). Dazu muss man noch 500.000 Plätze in Ferienheimen hinzurechnen, die nur im Sommer zur Verfügung stehen.

Seit 1. Januar 1999 ist Polen in 16 Woiwodschaften aufgeteilt. Das sind die neuen Bezirke (in Klammern die Hauptstadt):

  • Zachodnio- Pomorskie/Westpommern (Szczecin/Stettin)
  • Pomorskie/Pommern (Gdansk/Danzig)
  • Warminsko-Mazurskie/Ermland und Masuren (Olsztyn/Allenstein)
  • Podlaskie (Bialystok)
  • Lubuskie/Lebus (Woiwode in Gorzów/Landsberg,
       Landtag in Zielona Góra/Grüneberg)
  • Wielkopolskie/Großpolen (Poznan/ Posen)
  • Kujawsko-Pomorskie/Kujawien und Pommern
       (Woiwode in Bydgoszcz/Bromberg, Landtag in Torun/Thorn)
  • Mazowieckie/Masowien (Warszawa/Warschau)
  • Dolnoslaskie/Niederschlesien (Wroclaw/Breslau)
  • Lódzkie/Lodsch (Lódz)
  • Lubelskie (Lublin)
  • Opolskie/Oppeln (Opole/Oppeln)
  • Slaskie/Schlesien (Katowice/Kattowitz)
  • Swietokrzyskie (Kielce)
  • Malopolskie/Kleinpolen (Kraków/Krakau)
  • Podkarpackie/Karpatenvorland (Rzeszów)
Polen - Auf einen Blick
Landesname Rzeczpospolita Polsaka (Republik Polen). Kurzform: Polska.
Die Herkunft des Namens geht auf den slawischen Volksstamm der Polanen und auf das darin enthaltene Wort "pole" (das Feld) zurück.
Entstehungsdatum Besiedelt bereits in prähistorischer Zeit. Entstehung des Staates um das Jahr 100 n. Chr.
Einwohnerzahl 38,5 Millionen, wobei circa 2,6% auf nationale Minderheiten entfallen, u.a. 0,21 - 1 Million Deutsche, 180.000 Ukrainer, 170.000 Weißrussen und 21.000 Slowaken, außerdem 19.000 Russen, 12.000 Sinti und Roma, 10.000 Litauer.
Hauptstadt Warszawa (Warschau)
Amtssprache Polnisch. Eigene Dialekte sprechen die Góralen, die Kaschuben und die Schlonsaken (=Wasserpolnisch). Die Minderheiten haben keinen Anspruch auf die Anwendung ihrer Sprachen bei den Behörden.
Lage Polen liegt in Mitteleuropa - genauer zwischen 14 und 24° östlicher Länge und 49 und 55° nördlicher Breite - und erstreckt sich von der Oder im Westen bis zum Bug im Osten, von der Ostsee im Norden bis zum Mittelgebirgszug der Sudeten und Karpaten im Süden. Die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt rund 655 km, die von Norden nach Süden etwa 600 km. Seine Anrainerstaaten sind Litauen, Rußland und Ukraine im Osten, die Tschechische und Slowakische Republik im Süden und im Westen die Bundesrepublik. Übrigens: Wer einen Abstecher nach Königsberg und das ehemalige nördliche Ostpreußen plant, sollte das dafür notwendige Visum schon in Deutschland besorgen.
Fläche 312.683 km²
Religion ca. 95% Römisch-Katholische, 1,5% Orthodoxe, 0,4% Protestanten; der Rest gehört sonstigen Glaubensgemeinschaften an, bzw. keiner.
Wappen Wappentier ist seit dem 13. Jh. Der weiße Adler, ein Symbol für Tugend, Stärke und Tapferkeit. Seit dem 14. Jh. Trug er eine Krone, die ihm 1945 von den Kommunisten genommen und 1989 nach dem Systemwandel wieder zuerkannt wurde. In allen staatlichen Behörden mußte die Krone auf die vorhandenen Wappen hinzugemalt, aufgesetzt, eingestickt - oder ein neuer Adler besorgt werden.
Da der weiße Adler stets auf rotem Grund prangte, wurden diese beiden Farben auch zur Grundlage der Nationalflagge: oben weiß und unten rot.
Staatsform präsidiale Republik
Verwaltungsgliederung 49 Woiwodschaften
Währung Zloty

Das Klima in Polen zum Inhaltsverzeichnis

In Polen herrscht ein gemäßigtes Übergangsklima in Folge des Zusammentreffens feuchter atlantischer Luftmassen mit trockener Luft aus der Tiefe des eurasischen Kontinents. Dadurch hat Polen ein sehr wechselhaftes Wetter. Über Zeiträume von mehreren Jahren betrachtet treten deutliche Schwankungen bei den jahreszeitlichen Wettererscheinungen auf. Besonders die Winter sind entweder ozeanisch feucht oder seltener kontinental freundlich. In Nord - und Westpolen dominiert ein gemäßigtes Seeklima mit milden, feuchten Wintern und kühlen Sommern mit hohen Niederschlägen. Im Osten herrscht hingegen vorwiegend kontinentales Klima mit scharfen Wintern sowie heißeren und trockeneren Sommern.

Das Klima Polens gestalten vor allem verschiedenartige Luftmassen, die über seinem Territorium zusammenstoßen. Feuchte Luftmassen polaren Ursprungs vom nördlichen Atlantik bewirken im Sommer zunehmende Bewölkung, Niederschlag und Abkühlung und im Winter Tauwetter und Nebel. Die verhältnismäßig trockene polar-kontinentale Luft aus Russland, die Polen hauptsächlich im Winter erreicht, bringt Frostwetter mit sich. Im Sommer sorgt sie hingegen für Hitze. Arktische Luft, die ihren Ursprung im Norden, über dem arktischen Meer hat, verursacht wechselhaftes Wetter und deutliche Abkühlungen, u. a. leichten Frost im Mai. Tropische Luftmassen rufen im Sommer Wolken und Regen, im Winter hingegen Tauwetter und Nebel hervor, sie haben also eine ähnliche Wirkung wie die polare Meeresluft, obwohl sie von den weit entfernten Azoren heranziehen. Andere tropische Luftmassen kontinentalen Charakters kommen aus Afrika oder aus Kleinasien nach Polen. Sie sind nur im Sommer und im frühen Herbst spürbar und bringen warmes und sonniges Wetter.

Nach Polen gelangen alle Arten von Luftmassen, die auf der nördlichen Halbkugel vorkommen. Deshalb ist das Klima hier uneinheitlich. Für Polens Klima ist auch die hohe Veränderlichkeit des Wetters in aufeinander folgenden Jahren typisch. Dies wird durch Störungen beim Zustrom der Hauptluftmassen verursacht. Manchmal sind die Sommermonate über mehrere Jahre hinweg heiß und trocken, in den nächsten Jahren ist es dafür wieder kühl und feucht. Zu dieser Erscheinung kommt es meistens zyklisch, in mehrjährigen Zeitabständen.

Das polnische Klima wird durch die Landesgestalt bedingt, vor allem durch das Tiefland, dass sich in Europa von Frankreich bis zur Ukraine zieht. Das erleichtert eine schnelle Verlagerung großer Luftmassen, die ihren Ursprung über dem Atlantik oder über der Nordsee haben. Eine große Rolle spielt auch die Lage Polens auf dem Kontinent. Wichtige Klimafaktoren sind die Entfernung von großen Wasserbecken sowie die Nachbarschaft zu ausgedehnten Landflächen. Für Polens Klima ist der Atlantik und die Entfernung zu den Meeren von großer Bedeutung. Für Nordpolen ist die Ostsee entscheidend, für Südpolen auch das Mittel- sowie das Schwarze Meer.

Winde: Meeresbrise und Föhn

Die Hauptluftdrucksysteme, die das Wetter gestalten, sind die folgenden dauerhaften Luftdrucksysteme: das im Winter stärkere Islandtief und das im Sommer aktivere Azorenhoch sowie die sich saisonal ändernden Druckverhältnisse über Asien: das ostasiatische Winterhoch und das südasiatische Sommertief. Während des größten Teils des Jahres überwiegt in Polen die Westzirkulation, was mit der Verlagerung von Tiefdruckgebieten vom Atlantischen Ozean in Richtung Osten zusammenhängt. Diese Verteilung des atmosphärischen Drucks bewirkt, dass sich Polen in einer Zone überwiegender Westwinde befindet (60 % aller Windtage). Es handelt sich dabei um Winde, die hauptsächlich aus Richtung Tschechien nach Norwegen und Schweden wehen. Im Ostteil Polens wehen mehr Ostwinde und in den Bergen mehr Südwinde.

Die Windverteilung ist im Jahresverlauf ungleichmäßig. Von Juli bis September dominieren Winde aus westlicher Richtung. Im Winter, besonders im Dezember und Januar, ist ihre Dominanz schwächer. Über Polen wehen dann hauptsächlich Ostwinde. Im Frühling und im Herbst halten sich Ost- und Westwinde die Waage.

Gewöhnlich wehen über Polen schwache und gemäßigte Winde mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 10 m/s. Starke und sehr starke Winde kommen an der Ostsee vor und verursachen Stürme. Ebenso starke Winde von über 30 m/s wehen in den Bergen. Selten gibt es Orkane, die Bäume mit Wurzeln umwerfen und Dächer abreißen.

Polens abwechslungsreiche Oberfläche führt zu lokalen Winden, die nur für die jeweilige Geländeform typisch sind. Im Sommer weht an der Küste an wolkenlosen Tagen angenehmer und erfrischender Ostseewind. Es ist die so genannte Meeresbrise, die im Laufe des Tages entsteht und bis 10 km im Landesinneren bemerkbar ist. In der Nacht ändert sich die Richtung dieser Winde. Es entsteht die Landbrise und die Luft bewegt sich vom ausgekühlten Land in Richtung der wärmeren Ostsee.

Weiter südlich findet man Gebirgs- und Tieflandwinde. Es gibt in der Tatra den für Hochgebirge typischen Föhn: Der "Halny" weht aus der Richtung der Tatra-Matten her und ist schon in die Literatur und in die Malerei eingegangen. Dieser Föhn ist ein starker und böiger Wind, der auf der Leeseite der Berge einen Temperaturanstieg und einen Luftfeuchtigkeitsabfall bewirkt. Er entsteht, wenn der Luftstrom auf ein Hindernis in Form einer Bergkette stößt und die Luft auf deren Leeseite gesogen wird. Der Föhn ist für die Menschen ziemlich beschwerlich. Er bewirkt eine Verminderung der psychophysischen Leistungsfähigkeit und ruft Reizbarkeit hervor. Er weht mir einer Kraft, die Bäume umstürzen lässt, manchmal ganze Waldgebiete zerstört, Dächer abdeckt und Zäune umreißt. Im Winter lässt er die Schneedecke zu schnell schmelzen, was mit Hochwassergefahr verbunden ist.

Bewölkung und Niederschläge

Das Zusammentreffen von Luftmassen über Polen wirkt sich auf die Bewölkung aus. 60 bis 70 % der Tage sind bewölkt, was aber nicht immer zu Schnee- und Regenfällen führt. Die meisten Wolken gibt es im November, die wenigsten im August und September. Am intensivsten ist die Bewölkung über den Seenplatten im Norden und in den Sudeten. Am wenigstens bewölkt ist es in Wielopolska / Großpolen und Nizina Sllaaska / Schlesisches Tiefland. Im Schnitt beträgt an 120-160 Tagen im Jahr die Bewölkung mehr als 80 %. Dem gegenüber stehen 30-50 sonnige Tage mit einer Bewölkung unter 20 %.

Der größte Niederschlag in Polen wurde im Juni 1973 auf der Alm "Hala Gasienicowa" in der Tatra gemessen. Es regnete dort 30 cm. 1943 fielen im Tatra-Dorf Witów 28,5 cm Regen.

Die Niederschläge hängen nicht nur von der Herkunft der Luftmassen ab, sondern auch von der Höhe des Gebietes und der Neigungsrichtung der Hänge. Wegen der vorherrschenden Westwinde treten die intensivsten Niederschläge an Westhängen auf. In den Karpaty / Karpaten und Sudety / Sudeten sind es jährlich 800-1400 mm, in den Tief- und Hochebenen 400-750 mm. Ähnliche Werte misst man in den seenreichen Gebieten Pojezierze Pomorskie / Pommersche Seenplatte und Pojezierze Mazurskie / Masurische Seenplatte. Dies resultiert aus ihrer Nähe zur Ostsee, von der aus sich feuchte Meeresluftmassen nach Osten verlagern. Die geringsten Niederschläge werden im östlichen Teil Großpolens und in Kujawy verzeichnet, da diese Gebiete im Niederschlagsschatten der Pommerschen Seenplatte liegen.

Die meisten Niederschläge fallen im Sommer. Sie sind dann durchschnittlich zwei- bis dreimal höher als im Winter, in den Karpaten sogar viermal höher. Am ausgeglichensten ist die Niederschlagsverteilung in den Tiefebenen an der Ostsee.

Der Winter erfasst Polen aus nordöstlicher Richtung. Durchschnittlich gibt es in West- und Mittelpolen an 30-40 Tagen Schnee und im Nordosten an über 50 Tagen im Jahr. Im Karkonosze / Riesengebirge fällt an 120 Tagen und in der Tatra an 145 Tagen Schnee. Am längsten hält sich die Schneedecke im Gebirge (bis zu 200 Tage) und in Nordwestpolen (90-120 Tage). Am kürzesten liegt er im Westen (40-50 Tage).

Temperatur: Hitze und Frost

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt in Polen 5-7°C auf den Anhöhen der Pojezierze Pomorskie und Mazurskie / Pommersche und Masurische Seenplatte sowie auf den Hochebenen. Und sie erreicht 8-10°C in der Zone der Talkessel im Podhale / Karpatenvorland und in den Gebieten Nizina Slaska und Wielkopolska / Schlesische und Großpolnische Tiefebene. In den höher gelegenen Bereichen der Karpaten und Sudeten liegt sie bei etwa 0°C (Kasprowy Wierch - 0,8°C, Sniezka / Schneekoppe - 0,4°C). Die Differenzen zwischen den Durchschnittstemperaturen sind zwischen den einzelnen Regionen, mit Ausnahme des Gebirges gering.

Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 16-19°C. Am kühlsten ist es im Juli im Bergland, wo die Luft mit steigender Höhe kühler wird (im Schnitt um 0,6°C pro 100 m). In den Gipfelbereichen von Tatra und Sudeten beträgt die durchschnittliche Lufttemperatur im Juli 9°C. Im Juli herrschen in den Küstenregionen wegen des kühlenden Einflusses der Ostsee 16°C. Am wärmsten ist es mit über 18°C in Zentralpolen.

Die durchschnittlichen Isotherme (Verbindungslinien von Orten mit der gleichen Temperatur) im Juli haben grundsätzlich einen Breitenkreis-Verlauf. Ihre Werte nehmen von Süden nach Norden ab, von über 18,5°C in der Nizina SSlaaska, im südlichen Wielkopolska, Kotlina Sandomierska / Talkessel von Sandomierz bis zu 16,5°C auf der Pojezierze Kaszubskie / Kaschubischen Seenplatte.

Heiße Tage mit über 25°C treten in Polen von Mai bis September auf. Ihre Anzahl steigt proportional mit der Entfernung zur Ostsee. Am Przylaadek Rozewie (Kap von Rixhöft) gibt es im Schnitt fünf heiße Tage, über 40 hingegen im Kotlina Sandomierska und im Wyzzyna Lubelska / Lubliner Hochland.

Der kühlste Monat ist der Januar. Die Lufttemperatur fällt von Westen nach Osten und die Isothermen verlaufen fast entlang der Längengrade. Die milderen Winter im Westen sind eine Folge des erwärmenden Einflusses der Meeresluft vom Atlantik. Nach Osten hin wird dieser Einfluss schwächer, demzufolge nimmt die Zahl der Frosttage zu. Die von Osten heranströmende frostige Kontinentalluft verursacht, dass Ostpolen im Januar zu den kühlsten Regionen des Landes zählt.

Der Winter erfasst Polen aus nordöstlicher Richtung. Frosttage treten von November bis März auf. Ihre durchschnittliche Zahl reicht von etwa 25 Tagen im Jahr an der unteren Oder und entlang der Meeresküste und bis zu 65 Tagen im Gebiet der Suwallki-Seenplatte. Die meisten Frosttage gibt es im Gebirge: 132 Tage auf der Sniezzka / Schneekoppe und bis zu 150 Tage auf dem Kasprowy Wierch. Die Zahl der Tage mit nächtlichem Frost, die gewöhnlich im Spätfrühling und im Frühherbst auftreten, schwankt im Tiefland zwischen 90 (an der Ostsee) und 130 und überschreitet in den Bergen 200.

Die unterschiedliche Lufttemperatur beeinflusst die Länge der Vegetationszeit (Tagesdurchschnittstemperatur 5°C). Die durchschnittliche Vegetationszeit beträgt 200 Tage. Am kürzesten ist sie im Gebirge, im östlichen Teil der Pojezierze Pomorskie / Pommerschen Seenplatte, auf der Pojezierze Mazurskie und der Pojezierze Suwalskie / Masurische und Sadanauer Seenplatte. Am längsten ist sie hingegen in Nizina SSlaaska und in Gebieten am unteren Lauf der Oder.

Jahreszeiten

In Bezug auf die durchschnittliche Tagestemperatur gibt es in Polen mit Vorfrühling und Vorwinter sechs Jahreszeiten. Sie stimmen mit den kalendermäßigen Jahreszeiten kaum überein. Während des Vorfrühlings, der etwa einen Monat dauert, liegt die Tagestemperatur bei 0-5°C. Der Frühling dauert in Polen 60 Tage und kommt nach Polen aus dem Westen. Die Tagestemperatur beträgt 5-15°C. Zu dieser Zeit beginnt auch die Vegetationszeit.

Der Sommer mit Temperaturen von über 20°C beginnt im Mai. Dieser wird nach etwa vier Monaten vom Herbst vertrieben, in dem die Durchschnittstemperatur von 15°C bis auf 5°C sinkt. Manchmal erweist er sich als gütig und erlaubt den Polen, sich etwas länger der Sonne zu erfreuen. Nicht jedes Jahr, jedoch fast immer, beginnt etwa Mitte September der schöne, unvergleichliche "Altweibersommer". Es ist dann warm und sonnig. Obwohl die Blätter von den Bäumen fallen, fühlt man in der Luft noch den Hauch der vergangenen Monate.

Wenn es auf den Bäumen kaum noch Blätter gibt und die Tag wesentlich kürzer sind, beginnt der Vorwinter. Die Temperaturen fallen unter 5°C. Nach etwa sechs Wochen tritt der Winter ein und dann gibt es sehr lange Frost. Den Vorfrühling kann man Ende Februar, Anfang März erkennen, und das nur in Pomorze und in Westpolen. Im Bergland muss man auf ihn bis Mitte März und im Nordosten sogar bis Ende März warten.

Die Länge der Jahreszeiten richtet sich nach den geografischen Regionen. Der Sommer z. B. dauert im Norden zweieinhalb Monate und im südöstlichen, zentralen und südwestlichen Teil über drei Monate. Der Winter hält sich wiederum zwei Monate am Meer und im Westen, drei bis vier Monate im Nordosten und bis zu sechs Monate in der Tatra.

Dieser Klimakalender ist jedoch nicht so einfach, wie es scheint. Oft kommt es zu Anomalien, was eine weitere Eigenart des polnischen Klimas ist. In Polen sagt man auch "April, April, der weiß nicht was er will" oder "Im März - wie im Kessel". Es kommt nämlich vor, dass der Vorfrühling schon Anfang Februar einsetzt. Oder es gibt schon Glatteis begegnet, wenn man im September noch nach den Resten eines heißen Sommers sucht. Im Januar 1982 fiel im Laufe eines Tages die Lufttemperatur in Wlocllawek / Leslau von 8°C auf -20°C. Das ist bisher der größte Temperaturabfall an einem Tag in der Geschichte der Temperaturmessungen auf polnischem Boden. Am 8. Januar 1994 betrug die Temperatur im Zentrum von Kraków / Krakau 17,3°C.

Wärmstes und kältestes Gebiet Polens

Das wärmste Gebiet Polens ist das Nizina Sllaaska / Schlesisches Tiefland, das sich unter dem vorherrschenden Einfluss ozeanischer Luft befindet und an Gebirge grenzt. Sie halten Wolken und Feuchtigkeit auf, weshalb im Schlesischen Tiefland oft die Sonne scheint. Die Luftmassen vom Atlantik sorgen für einen Temperaturanstieg im Winter. Die Durchschnittstemperaturen im Januar gehören zu den höheren in Polen und übersteigen -1,5°C. Die Winter sind mit 60 Tagen relativ kurz und mild, die Sommer dagegen sonnig und warm. Sie gehören mit über 100 Tagen zu den längsten in Polen. Die Durchschnittstemperatur im Juli übersteigt 18,5°C. Die höchsten Temperaturen werden in der Nähe von Wrocllaw / Breslau im Breslauer Flachland verzeichnet. Es handelt sich dabei um das einzige Gebiet in Polen, in dem die Durchschnittstemperatur im Laufe des Jahres 8,5°C übersteigt. Dieses milde Klima bewirkt, dass die Vegetationszeit im Schlesischen Tiefland mit 220 Tagen zu den längsten in Polen gehört.

Das kühlste Gebiet Polens ist die Region um Suwallki im Nordosten. Die dortige Landschaft zeichnet sich vor allem durch Moränenanhöhen und postglaziale Seen aus und erinnert in Bezug auf die Temperatur eher an Skandinavien. Wegen der harten und langen Winter, die über vier Monate andauern, wird sie allgemein polnischer Kältepol genannt. Der Einfluss des kontinentalen Klimas ist dort deutlich sichtbar. Im Winter treten sehr niedrige Temperaturen auf, im Sommer hingegen ziemlich hohe. In der Region Suwallki werden mit über 23°C die größten Schwankungen der Durchschnittstemperaturen gemessen, die sogar größer als im Bergland sind. Die durchschnittlichen Lufttemperaturen im kältesten Monat, dem Januar, sind die niedrigsten in Polen und liegen unter -5°C. Im Sommer fällt die durchschnittliche Temperatur unter 17,5°C. Die jährliche durchschnittliche Lufttemperatur im Bereich der Seenplatte von Suwallki überschreitet 6°C. Es verwundert daher nicht, dass der Sommer dort einer der kürzesten ist und etwa 60 Tage dauert. Die Vegetationszeit beträgt 190 Tage, aber die herrliche wilde Natur der Region hat sich hervorragend dem rauen Klima angepasst.

Gebiete mit den geringsten und den meisten Niederschlägen

Die trockenste Region Polens ist ein Gebiet, in dem paradoxerweise zahlreiche Seen und Flüsse liegen. Die Rede ist hier von Kujawy, dem Landstrich blauer Seen und goldener Sonnenblumenfelder. Regen und Schneestürme verschonen Kujawy vor allem dank der Lage in einem Niederschlagsschatten. In dieser Region überwiegen Luftmassen, die von Nordwesten heranziehen. Bevor sie Kujawy und den Ostteil Großpolens erreichen, verlieren sie Feuchtigkeit beim Durchzug über die höher gelegene Pommersche Seenplatte. Es werden auch andere Ursachen für die geringen Niederschläge in dieser Region genannt, u. a. die Gestalt des Gebiets als Tiefland sowie die geringfügige Bewaldung, denn es herrschen dort Ackerflächen vor und auf kleine Wälder trifft man nur sehr selten. In der Nähe des Gopllo-Sees fallen jährlich nicht mehr als 300 mm Wasser, was den geringsten Wert im ganzen Land darstellt.

Gänzlich anders verhält es sich in der Tatra, wo man Regen, Schnee und sogar Hagel häufiger antrifft als Sonnenschein. Auf den Felsen und Pflanzen setzt sich oft Raureif ab. Es handelt sich um sogenannte horizontale Niederschläge. Der Wasserkreislauf ist in diesem Gebiet außergewöhnlich intensiv. Für einen Augenblick halten ihn die Bergmassive oder Schneedecken auf. Das Wasser befreit sich aus dieser Gefangenschaft in Form von Nebel oder strömt auch aus den Bergen in kristallklaren Bächen heraus.

Die Tatra ist das Gebiet mit den meisten Niederschlägen in Polen. Am sichtbarsten wird dieses im Dolina Pieeciu Stawów Polskich / Tal der fünf Polnischen Seen, in dem jährlich über 1800 mm Niederschlag fallen, und zwar überwiegend von April bis Oktober. Am regenreichsten ist gewöhnlich der Juni und die geringste Niederschlagswahrscheinlichkeit besteht im Februar, im Hochgebirge hingegen im September. Auf dem Kasprowy Wierch fallen an 230 Tagen Niederschläge von über 0,1 mm. An 50 Tagen übersteigen sie 10 mm. Auf diesem Berg bleibt auch die Schneedecke am längsten liegen. Ein Teil der Niederschläge wird verweht (besonders Schnee). Wenn es warm ist, verdampft das Wasser stark, was einen herrlichen Anblick schafft.

Im Winter kommt es in der Tatra zur interessanten Erscheinung der Temperaturinversion. In den Tälern ist es dann kälter als in den höheren Bergbereichen. In den Senken bilden sich sogenannte Nebelseen. Dadurch wird die Luft in den höheren Partien ungewöhnlich durchsichtig, und zwar in einem solchen Maß, dass man von den Gipfeln der Tatra Gebiete sehen kann, die einige Hundert Kilometer entfernt liegen.

Polen und seine Kultur zum Inhaltsverzeichnis

Der Lebensstil und die Mentalität der Polen haben sich über tausend Jahre lang herausgebildet. Die polnische Nationalkultur entstand sowohl unter dem Einfluss der Tradition der lateinischen als auch der byzantinischen Zivilisation - infolge des Dialogs der in Polen lebenden Nationalitäten. Die Polen hatten immer gern andere Kulturschaffende bei sich zu Gast und interessierten sich für die Errungenschaften anderer Völker. Im 19. und 20. Jh. ersetzte die kulturelle Aktivität vielen Polen die politische und wirtschaftliche Tätigkeit. Sicher deshalb ist das polnische Kulturschaffen so differenziert und nuancenreich.

Der Dialog und die gegenseitige Durchdringung der Kulturen sind in der polnischen Tradition durch die Jahrhunderte erkennbar. Die Bräuche, das Verhalten und selbst die Kleidung wurden von westlichen und östlichen Einflüssen geprägt. Die traditionelle Tracht des polnischen Adels im 16. und 17. Jh. entstand auch unter dem Einfluss der formgestalterisch reichen orientalischen Kunst, auch der islamischen. Ein Ergebnis vieler Einflüsse ist die polnische Küche und die Tradition der Festgelage.

Die polnischen Städte bilden ein ganzes Spektrum europäischer Stile. Die östlichen Grenzen des polnischen Staates steckten zugleich die Reichweite westeuropäischer architektonischer Einflüsse ab. Die Geschichte hat die Architekturdenkmäler auf dem Territorium Polens nicht sehr freundlich behandelt. Aber dennoch sind zahlreiche Baudenkmäler erhalten geblieben: Schlösser, Kirchen und Paläste, die oft im Regionalmaßstab oder in ganz Europa einmalig sind, die manchmal das Ergebnis außerordentlich mühsamer Restauration bilden oder die in der Nachkriegszeit aus Trümmern neu aufgebaut wurden (z. B. die Altstadt und das Königsschloss in Warschau, die Altstadt in Danzig und in Breslau). Kazimierz an der Weichsel liefert das Beispiel einer gut erhaltenen mittelalterlichen Kleinstadt, während Krakau eines der am besten erhaltenen Gotik/Renaissance-Stadtensembles in Europa bildet. Interessant sind die polnischen Sakralbauten, aber auch manche in der Zeit des Sozrealismus entstandenen Gebäude. In den letzten Jahren entstanden viele Werke zeitgenössischer Architekten.

Unter dem Einfluss internationaler Trends haben sich auch die bildenden Künste in Polen herausgebildet. Eine großartige Schule der Historienmalerei bilden die Werke von Jan Matejko, dessen monumentale Bilder an große Ereignisse in der polnischen Geschichte erinnern. Ein Befürworter des Realismus in der polnischen Kunst war Ignacy Witkiewicz, sein wichtigster Vertreter Jozef Chelmonski. In der Zeit des "Jungen Polen" wurde die moderne polnische Kunst geboren, die kühn aus formalen Experimenten schöpft. Zu den wichtigsten Malern gehören der Symbolist Jacek Malczewski, Stanislaw Wyspianski, Jozef Mehoffer sowie die Vertreter der impressionistischen Schule. Das 20. Jh. hat zahlreiche Meister der Avantgarde hervorgebracht. Die Werke von Tadeusz Makowski erwuchsen aus dem Kubismus, die von Wladyslaw Strzeminski und Henryk Stazewski aus dem Konstruktivismus.

Zeitgenössische anerkannte Künstler sind Roman Opalka, Leon Tarasiewicz, Jerzy Nowosielski sowie aus der jungen Generation Miroslaw Balka und Katarzyna Kozyra. Bedeutungsvoll sind auch die Arbeiten polnischer Plastiker (Xawery Dunikowski, Katarzyna Kobro, Alina Szapocznikow, die Arbeiten von Magdalena Abakanowicz). Seit der Zwischenkriegszeit hat die polnische Kunst- und Dokumentarfotografie eine starke Position in der Welt. In den Nachkriegsjahren wurde die polnische Plakatschule berühmt und erzielte in den sechziger Jahren große Erfolge im Ausland (Henryk Tomaszewski, Waldemar Swierzy).

Die Anfänge der Literatur in polnischer Sprache werden auf das 16. Jh. datiert, als einige Renaissanceautoren mit der lateinischen Sprache brachen und auf Polnisch zu schreiben begannen. Mit seiner Lyrik, seinen Scherzgedichten und Klageliedern gehört Jan Kochanowski zu den herausragenden Persönlichkeiten der europäischen Renaissance. In der Zeit des Barock und des Klassizismus bildete die Literatur sozusagen das Bindemittel des multinationalen Polen. Zur klassischen Weltliteratur gehört der im 18. Jh. in französischer Sprache verfasste Roman "Das Manuskript aus Saragossa" von Jan Potocki. Der auf seiner Grundlage realisierte Film von Jerzy Has war das Lieblingswerk von Louis Bunuel und ist unter Studenten ein Kultobjekt geworden. Im 19. Jh., nach dem Verlust der polnischen Eigenstaatlichkeit, entstand die große romantische Literatur. Die Dichter Adam Mickiewicz, Juliusz Slowacki und Zygmunt Krasinski wurden zu den geistigen Führern einer Nation ohne Staat, dessen Wiedergeburt sie prophezeiten. Die historische Tradition besang Henryk Sienkiewicz, der für seinen Roman "Quo vadis" 1905 den Nobelpreis erhielt.

Viele der besten literarischen Werke der ersten Hälfte des 20. Jh. entstanden im Ergebnis des Dialogs vieler Kulturen und als Resultat avantgardistischer Experimente. Ein spezifisches Phänomen bildete die Tradition des Grenzlandes (polnische Ostgebiete) mit ihren Zentren in Wilna (Wilno)und Lemberg (Lwów). Hier war auch die jüdische Tradition lebendig: in den früheren polnischen Ostgebieten wurde der Chassidismus geboren, die mystische Richtung des Judaismus. Die Ostgebiete waren ein kulturelles Phänomen, ein Tiegel von mehr als einem Dutzend Nationalitäten, der Geburtsort einer multinationalen und multikulturellen Kunst. Dort entstanden die Werke von Bruno Schulz, Boleslaw Lesmian und Jozef Czechowicz. Stanislaw Ignacy Witkiewicz (Witkacy) dagegen schuf seine avantgardistischen Werke in Zakopane im Süden Polens.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich ein Teil der Literaturschaffenden im Ausland und sammelte sich u. a. um die von Jerzy Giedroyc herausgegebene Pariser Zeitschrift "Kultura". In der Emigration wirkten u. a. Witold Gombrowicz, Gustaw Herling-Grudzinski, Czeslaw Milosz und Slawomir Mrozek. Zu den bedeutendsten Dichtern der zweiten Hälfte des 20. Jh. gehören Zbigniew Herbert, Tadeusz Rozewicz, Czeslaw Milosz (Nobelpreis 1980) und Wislawa Szymborska (Nobelpreis 1996). Die hervorragendsten Schriftsteller und Dramaturgen dieser Zeit sind Witold Gombrowicz, Slawomir Mrozek und Stanislaw Lem (phantastische Erzählungen). In viele Sprachen übersetzt wurden die Reportagen von Hanna Krall (Kriegsschicksale polnischer Juden) sowie die Bücher von Ryszard Kapuscinski.

Die Tradition der polnischen Romantik und ihre Auswirkungen auf die polnische Literatur sind ohne eine gewisse Kenntnis der polnischen Geschichte kaum vollständig und in allen Einzelheiten zu verstehen. Eine für viele verständliche Quintessenz dieser Romantik bildet die Musik von Fryderyk Chopin, die in der ganzen Welt bekannt ist und u.a. aus der polnischen Tradition und Folklore schöpft. Seit 1927 findet in Warschau alle fünf Jahre der Internationale Chopin-Wettbewerb statt, einer der prestigereichsten Klavierwettbewerbe der Welt. Auch Karol Szymanowski, Mieczyslaw Karlowicz und Witold Lutoslawski sowie Wojciech Kilar, der auch Filmmusik schreibt, griffen auf die Wurzeln der traditionellen polnischen Musik zurück und gestalteten sie kreativ um. Berühmte zeitgenössische Komponisten sind Henryk Mikolaj Gorecki und Krzysztof Penderecki. Weltbekannte polnische Jazzmusiker sind Krzysztof Komeda, Michal Urbaniak, Adam Makowicz und Tomasz Stanko. Erfolge erzielen auch die Komponisten von Filmmusik - z. B. Zbigniew Preisner und Jan A. P. Kaczmarek.

Die Filmschule in Lodz hat viele anerkannte Regisseure ausgebildet. Ein Absolvent dieser Schule ist u. a. einer der weltbesten Regisseure Roman Polanski ("Das Messer im Wasser", "Rosemary's Baby", "Frantic", "Der Pianist"). Das polnische "Kino der moralischen Beunruhigung" wurde von Krzysztof Zanussi mitbegründet. Andrzej Wajdas Filme bilden eine scharfsinnige Analyse der universellen Dimension in den Erlebnissen der Polen - des Kampfes um die Bewahrung der Menschlichkeit unter extrem ungünstigen Bedingungen. Seine Werke "Asche und Diamant", "Der Kanal", "Der Mann aus Eisen" oder "Das gelobte Land" bestimmten die Identität mehrerer Generationen von Polen. Im Jahre 2000 wurde Andrzej Wajda für sein Gesamtwerk der "Oscar" verliehen. In den neunziger Jahren erreichten die universellen, ergreifenden Filme von Krzysztof Kieslowski ("Dekalog", "Die zwei Leben der Veronika", "Drei Farben") große Popularität. In Hollywood arbeiten u.a. Agnieszka Holland und Jerzy Kaminski. Weltbekannt ist auch der u. a. aus den Errungenschaften der polnischen Grafikschule schöpfende Zeichentrickfilm (Jan Lenica sowie der 1983 mit dem "Oscar" ausgezeichnete Zbigniew Rybczynski).

Welterfolge kann auch das polnische Avantgardetheater verzeichnen. Das experimentelle Theater wurde von Jerzy Grotowski geschaffen. Einer der originellsten polnischen Schöpfer des 20. Jh. war der Maler und Begründer des "Theaters des Todes" Tadeusz Kantor; sein bekanntestes Stück heißt "Die tote Klasse".

Das heutige Polen bietet eine reiche Fülle kultureller Erlebnisse. An der Hochkultur interessierte Personen finden hier Musikfestivals mit internationalem Renommee (Wratislavia Cantans, Warschauer Musikherbst). Die polnischen Museen präsentieren interessante Sammlungen älterer und moderner Kunst. Meisterwerke von Weltrang sind z. B. Leonardo da Vinci's "Dame mit Hermelin" (Czartoryskich-Museum in Krakau), der holzgeschnitzte Veit-Stoß-Altar in der Krakauer Marienkirche und "Das Jüngste Gericht" von Hans Memling (Nationalmuseum in Danzig). Interessante Sammlungen besitzen das Plakatmuseum in Wilanow bei Warschau sowie viele ethnographische und Freilichtmuseen. Das kulturelle Panorama des heutigen Polen wird durch lokale Festivals vervollständigt.

Kur in Polen - das neuentdeckte Kurland Polen zum Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Kurorte in Polen reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Dank der vielen Mineralquellen und Heilmoorlager können bei einer Kur in Polen, in den zahlreichen Kuranstalten vielfältige Krankheiten behandelt werden. Die polnischen Kurbäder werden aber nicht nur von Kranken besucht, sondern auch von Menschen, die einfach nur nach Wellness, Erholung und Ruhe suchen.

Bekannte Orte für eine Kur in Polen

Über 40 anerkannte Kurorte bieten das ganze Jahr über ein mildes Klima, wunderschöne Landschaften, freundliche Kurhäuser, gut ausgestattete Sanatorien und ärztliche Dienstleistungen auf hohem Niveau. Das Angebot der polnischen Heilbäder bilden Pauschalkuren, mit Vollpension, ärztlicher Betreuung und Kuranwendungen. Die Preise für eine Kur in Polen fallen dabei erstaunlich günstig aus. In den ausgedehnten Kurparks mit seltenen Pflanzen finden Sie die gewünschte Ruhe und Erholung.

Kurreisen

Eine Kur in Polen genießen die Reisegäste unter der Obhut herausragender Ärzte und Therapeuten, denen moderne medizinische Einrichtungen und Rehabilitationsausstattung zur Verfügung stehen. Hier kann man den Urlaub ideal mit einer Kur in Polen verbinden. Alle notwendigen Informationen dazu erteilt Ihnen der Reiseveranstalter für Kuren in Polen unter der Rufnummer 02592/977990. Nach der Konsultation mit dem Kurarzt erhält man die Verordnung für die entsprechenden Anwendungen. Auf unserer Internetseite und selbstverständlich auch in unserem Reise-Katalog präsentieren wir Ihnen von uns geprüfte Kurhäuser.

Kur in Polen wird bezuschusst

Seit Polens Beitritt in die EU im Jahre 2004, besteht die Möglichkeit, einen Zuschuss für eine Kur in Polen zu beantragen. Gesetzlich Versicherte erhalten einen Zuschuss (Reisekosten, Übernachtung und Verpflegung), wenn alle Vorbedingungen erfüllt wurden. Nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt und Verordnung einer Kur, kann der Kurort für eine Kur in Polen grundsätzlich frei gewählt werden. Der Kurantrag bei Ihrer Krankenasse soll jedoch sinnvollerweise im Einvernehmen mit Ihrem Arzt eingereicht werden. Es ist jedoch zu beachten, dass der Kurgast die Gesamtkosten der Kur in Polen zunächst selbst trägt. Die Erstattung der Kosten erfolgt auf der Grundlage der Bescheinigung über die in Anspruch genommenen Anwendungen. Die Kurhäuser und -hotels kennen die Prozedur und stellen entsprechende Bescheinigungen aus.

Wiederkehrende Veranstaltungen in Polen zum Inhaltsverzeichnis

  • Passionsspiele in Kalwaria Zebrzydowska (in der Karwoche)
  • Internationale Buchmesse in Warschau (im Mai)
  • Internationales Festival für orthodoxe Kirchenmusik in der Dreifaltigkeitskathedrale in Hajnowka (letzte Woche im Mai)
  • Chopin-Konzerte im Warschauer Lazienki-Park (jeden Sonntag von Mai bis September)
  • Internationales Theaterfestival "Malta" in Posen (Juni)
  • Mozart-Festival in Warschau (Juni)
  • Internationales Orgelmusikfestival im Dom zu Oliwa/Oliva, Danzig (Juni-August)
  • Festival der jüdischen Kultur in Krakau (Juli)
  • Rittertourniere in Gniew/Mewe, Ogrodzieniec und Bytow/Bütow (Juli, August)
  • Internationales Straßentheaterfestival in Krakau (August)
  • Internationales Gebirgsfolklorefestival in Zakopane (Ende August)
  • Internationales Festival "Wratislavia Cantans" in Breslau (Anfang September)
  • Archäologische Tage in Biskupin (September)
  • Festival der zeitgenössischen Musik "Warschauer Herbst"

Die Ostseeküste in Polen zum Inhaltsverzeichnis

Die polnische Ostseeküste ist 528km lang, und fast auf ganzer Länge von breiten, sandigen Stränden geprägt. Steinige Strände an der polnischen Ostseeküste treten nur an vereinzelten kurzen Küstenabschnitten auf. Entlang der Küstenlinie wechseln sich meterhohe Kliffs mit weiten flachen Dünen ab. Die Ostseeluft hat heilende Eigenschaften. Dafür sorgen ihr hoher Jodgehalt sowie die sich fast die ganze polnische Ostseeküste entlang ziehenden Kiefernwälder. Deshalb entstanden an der Ostsee in Polen zahlreiche gut besuchte Kurorte, die ganzjährig auf Kurgäste eingestellt sind. Großer Beliebtheit erfreut sich Kolobrzeg (Kolberg) mit seinen Solen, deren therapeutische Wirkung seit dem 7. Jahrhundert genutzt wird.

An den Stränden der Ostsee in Polen findet jeder etwas für seinen Geschmack. Es gibt Strandbäder, Wasserrutschen, Volleyballplätze, Ausleihstellen für Wasserscooter, Wasserskier und Surfbretter sowie farbenfrohe Promenaden mit Restaurants und Fischgrillständen.

An entlegeneren Abschnitten der polnischen Ostseeküste finden sich jedoch auch menschenleere Strände, wo man mit etwas Glück im unberührten Sand sogar Bernstein finden kann. Man kann malerische Häfen, alte Leuchttürme und weit ins Meer reichende Holzbrücken besuchen. Die berühmteste, eine der längsten Molen in Europa, befindet sich in Sopot (Zoppot).

Juwelen direkt aus der Ostsee

Der hohe Wert des Bernsteins wurde bereits vor Jahrhunderten erkannt. Sogar aus dem alten Rom führten Bernsteinstraßen zur Ostsee. Man glaubte, dass Bernstein jung, gesund und schön hält. Er diente als Material für Skulpturen, Schmuck und Amulette.

Er half auch bei Fieber, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Magenleiden. Heute wissen wir, dass der Bernstein negative Jonteilchen ausstrahlt, die eine wohltuende Wirkung auf den menschlichen Körper ausüben. Mit Bernsteinsalbe, oder besser noch, mit einer Tinktur aus Spiritus und ungeschliffenen Bernsteinbröckchen werden rheumatische Beschwerden gelindert. Goldener, weißer und grüner, in Silber gefasster Bernstein ist als Schmuck im ganzen Land, an der polnischen Ostseeküste jedoch in größter Auswahl erhältlich.

Der Bernstein ist viel älter als die Ostsee. Er entstand vor 40 Mio. Jahren aus dem Harz eines Nadelbaumes, über den man kaum etwas weiß. Er setzt sich aus Kohle (79%), Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel zusammen. Wenn man ihn etwas reibt, zieht er Papierschnitzel an. In sehr salzigem Wasser schwimmt er sogar.

Auf die Suche nach Bernstein begibt man sich am besten nach einem Sturm mit starkem Nordostwind, gegen vier oder fünf Uhr morgens. Am wertvollsten sind jene Bernsteinbröckchen, in denen winzige Lebewesen oder Pflanzen eingeschlossen sind.

Polnische Ostseeküste

An der polnischen Ostseeküste gibt es viele beliebte Kurorte wie Miedzyzdroje (Misdroy), Ustronie (Henkenhagen) und Mielno (Groß Möllen). Es gibt hier auch viele historische Städte wie z. B. Szczecin (Stettin), Gdansk (Danzig), Sopot und Kamien Pomorski (Kammin). Aber auch die kleinen idyllischen Fischerdörfer sind von besonderem Reiz.

Zwei Nationalparks befinden sich an der polnischen Ostseeküste. Der Wolinski-Nationalpark, der sich über die größte polnische Insel Wolin (Wollin) erstreckt, hat eine herrliche Kliffküste und wurde u. a. zum Schutz der hier nistenden Seeadler geschaffen. Im Slowinski-Nationalpark, der auf der UNESCO-Liste der Biosphärenreservate steht, findet man die größten Wanderdünen Mitteleuropas. Die größten sind 40m hoch, und in den Dünentälern, wo weder das Blau des Meeres noch das Grün der Wälder am Horizont an die wahre Natur dieser Landschaft erinnert, kommt man sich vor wie in einer Sandwüste. Der Wind formt die Dünen zu länglichen Wellen, Hügeln, Erhebungen und konkaven Mulden. Die aktivsten Dünen wandern etwa zehn Meter pro Jahr. Das größte Zentrum der Touristik an der polnischen Ostseeküste - der im 13. Jh. entstandene Ort £eba - ist im 16. Jh. durch Stürme zerstört und durch den angetragenen Sand zugeschüttet worden. Die wiederaufgebaute Siedlung ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen in der wundersamen Dünenlandschaft.

Zu den besonderen Orten der polnischen Ostseeküste gehört auch die Halbinsel Hel (Hela). Die schmale Nehrung, mit einer Durchschnittsbreite von 200m, wird von beiden Seiten umspült. Dies führte zur Entstehung von zwei sehr unterschiedlichen Mikroklimas an der nördlichen, starken Stürmen ausgesetzten Seite und auf der durch einen Dünen- und Waldstreifen geschützten Südseite am Haff.

Der Urlaub an der polnischen Ostseeküste kann für Abenteuerlustige sehr interessant werden. Mit Taucherausrüstung können sie zu Schiffswracks tauchen. Bisher sind 24 Wracks geortet worden, aber es gibt sicher noch viele, die noch auf ihre Entdeckung warten. Die Reederei Polska Zegluga Baltycka bietet Schiffausflüge an, u. a. mit Nachbauten von Wikingerbooten oder Schiffen aus der Zeit von Christoph Kolumbus. Es gibt hier unzählige interessante Wanderwege. Überall kann man Rad fahren und vielerorts auch reiten.

Devisenvorschriften zum Inhaltsverzeichnis

Die amtliche polnische Währung ist der polnische Zloty, PLN (1 Zloty = 100 Groszy/Groschen). Der Umrechnungskurs variiert zur Zeit (Februar 2006) zwischen 3,70 und 4,00 Zloty für 1 Euro.

Die Ein- und Ausfuhr der polnischen Währung ist verboten, Fremdwährung unbeschränkt.

Der Umtausch von fremder Währung kann bei Banken und Kantor (Wechselstuben) in Polen vorgenommen werden. Auch gibt es inzwischen einige Geldautomaten, an den Sie mit Ihrer EC-Karte Bargeld bekommen können.

Münzen werden gar nicht oder nur zu einem niedrigem Umrechnungskurs getauscht.

Allgemeine Informationen zur polnischen Wirtschaft zum Inhaltsverzeichnis

Nach der Wende von 1989 vollzog Polen große politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Die Einführung eines demokratischen Systems, der Wechsel von einer zentral gelenkten Planwirtschaft in die freie Marktwirtschaft und die tiefgreifenden Reformen sind Leistungen, auf die die Polen wirklich stolz sein können.

Die wichtigste Errungenschaft nach dem Beginn der 90er Jahre war die Verwirklichung des so genannten Balcerowicz-Plans, der auf den damaligen Finanzminister zurückging. Die Effekte dieses Reformprogramms waren: Freigabe der inländischen Preise, Importanstieg, strengere Kontrolle von Lohnzahlung und Finanzpolitik in Unternehmen, Einführung von Zinssätzen über der Inflation, Stabilisierung des Dollarkurses und Umtauschbarkeit des Zllotys. Dadurch hat sich die polnische Wirtschaft stabilisiert und gegenüber der Welt geöffnet. Man reformierte das Bankwesen sowie die Geld- und Kreditpolitik. Bei den Reformen des Systems waren die Umgestaltung der Eigentumsverhältnisse, das Unabhängigwerden der Unternehmen und die Anregung eines inländischen Wettbewerbs außerordentlich wichtig. In Polen schuf man einen Kapital- und einen Arbeitsmarkt. Die konsequente Durchführung seiner Wirtschaftspolitik ermöglichte Polen in relativ kurzer Zeit, zu den Ländern mit dem dynamischsten Wirtschaftswachstum in Europa aufzusteigen.

Für die weiteren Regierungen bleibt ein großes Wirtschaftswachstum absolute Priorität. Es verbessert nicht nur die Lebensqualität der Polen, sondern ist auch eine Grundvoraussetzung für das strategische Ziel der EU-Mitgliedschaft. Die Reformen aus der Zeit der Transformation und die später energisch und konsequent geführte Geldpolitik haben solide Fundamente für die polnische Wirtschaft geschaffen: eine starke Währung und eine kontinuierlich fallende Inflation von derzeit 4 %. Durch die Verwirklichung von Reformen und die verantwortungsvolle Politik der Regierung Leszek Millers aber auch durch die Verbesserung der Weltkonjunktur ist schon in der zweiten Jahreshälfte 2003 mit einer Rückkehr zum schnellen Wirtschaftswachstum zu rechnen.

Europa zwischen Ost und West zum Inhaltsverzeichnis

Wer heute nach Polen fährt, besucht ein Land, das inmitten großer Umwälzungen steckt.

Deutschland und Polen sind durch einen Nachbarschaftsvertrag verbunden und ab Mai 2004 gehört Polen zur Europäischen Union. Es versucht daher im Eiltempo die Marktwirtschaft zu verwirklichen.

Nachdem Polen nach dem 2. Weltkrieg der stalinistischen Einflußsphäre zugeschlagen wurde, übernahmen die Kommunisten mit Moskauer Hilfe die Regierung. Wladyslaw Gomulka verhinderte immerhin die Verstaatlichung der Landwirtschaft und ließ kleine private Handwerksbetriebe zu. Ab 1956 kam es immer wieder zu blutigen Protesten mit dem Ziel, die Wirtschaftspolitik des Landes zu verändern und sich von den "Bruderländern" zu befreien. 1989 kam es an dem sogenannten "Runden Tisch" zu einer Versammlung von Vertretern der Regierung und der bislang illegalen Opposition, die hier über die Zukunft Polens verhandelten. Nach dem überwältigenden Votum für die "Solidarnosc" kam es schnell zu Veränderungen und eine radikale Wirtschaftsreform begann.

Aus der Perspektive der Handelstouristen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist Polen bereits ein reiches Land. Der Besucher aus dem Westen wird dagegen überall die von der Volksrepublik geerbten Mängel bemerken. Schon zu Zeiten des Kommunismus sagte der polnische Aphoristiker Stanislaw Jerzy Lec.: "Uns nennt man im Osten den Westen und im Westen den Osten."

Bekannt ist auch die Anekdote über den Moskauer, der nach Paris fährt und den Pariser, der nach Moskau fährt. Beide steigen aus Versehen in Warschau aus und beide glauben, sie seien schon da...

Die Geschichte ist heute aktueller denn je.

Einreisebedingungen für Bürger der Bundesrepublik Deutschland in die Republik Polen zum Inhaltsverzeichnis

Deutsche Staatsbürger, die in Besitz eines gültigen Reisedokumentes (Reisepasses) sind und die sich auf dem Gebiet der Republik Polen nicht länger als 3 Monate aufhalten möchten sowie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, können visafrei nach Polen einreisen. Die Einreise zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit bedarf eines Arbeitsvisums, das dem Antragsteller beim für seinen Wohnsitz zuständigen polnischen Konsulat erteilt wird.

  • EU-Bürger, die in Besitz eines gültigen Reisedokumentes oder eines anderen die Personalien und Staatsangehörigkeit bestätigenden Dokumentes sind und die sich auf dem Gebiet der Republik Polen nicht länger als 3 Monate aufhalten möchten, können visafrei nach Polen einreisen.
  • EU-Bürger, dessen Aufenthalt in Polen länger als 90 Tage im Halbjahr dauern soll, hat bei dem für seinen Aufenthaltsort in Polen zuständigen Wojewoden einen Antrag auf eine befristete Aufenthaltsgenehmigung zu stellen. Dieser Antrag ist spätestens 45 Tage nach der visafreien Einreise in die Republik Polen zu stellen.
  • Kinder (deutsche Staatsangehörige) bis zum 16. Lebensjahr dürfen mit eigenem Kinderausweis mit Lichtbild nach Polen einreisen oder mit den Eltern, wenn sie im Reisepass der Eltern eingetragen sind.

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