Die Kur im 21. Jahrhundert

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Das Gesundheitswesen befindet sich seit einigen Jahren im Umbruch. Viele Leistungen wie z.B. eine Kur werden gekürzt. Der Patient wird deutlich mehr mit in die Verantwortung genommen. Wer eine möglichst gute medizinische Vorsorge haben möchte, muss sich selber darüber informieren und Eigeninitiative zeigen. Wir erklären die aktuelle Situation am Beispiel der Kur im 21. Jahrhundert.

Herausforderungen einer Kur im 21. Jahrhundert

Der moderne Mensch leidet typischerweise an einer oder mehreren folgender gesundheitlichen Belastungen. Dazu zählen: Stress, Burnout, Diabetes, Übergewicht oder chronische Rückenschmerzen. Die vorhandenen Pausen in der Woche reichen immer seltener aus. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Erholung ist gefragt.

Daher ist die Forderung an ein modernes Kur-Programm, etwas gegen Erschöpfung, Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Probleme zu tun. Dem Patienten soll damit geholfen werden, weiterhin Topleistungen zu zeigen.

Die Kur im 21. Jahrhundert – etwas für mich?

Um sich regelmäßig zu bewegen, stets gesund zu kochen und an der eigenen Einstellung zu Arbeit, um alles etwas „lockerer“ zu sehen – dazu fehlt vielen die Motivation. Aber nicht nur den „eigenen Hintern hochzukriegen“ mag ein Problem sein, sondern auch das mangelnde Fachwissen.

Wer sich hier angesprochen fühlt, könnte durchaus mal etwas intensiver über einen Aufenthalt in einer medizinisch qualifizierten Einrichtung nachdenken.

Kur früher und heute

Eine Kur hatte in der Vergangenheit immer etwas mit Wasser zu tun. Ende des 19. Jahrhunderts zum Beispiel prägte Sebastian Kneipp die Gestaltung einer Kur. Fester Bestandteil der Kur waren Wassergüsse und Wassertreten.

Heute wird der Begriff Kur eigentlich kaum noch verwendet. Man spricht eher von Maßnahmen der Rehabilitation oder der Prävention (Vorsorge). Heute ist die Durchführung einer Privatkur wichtiger geworden. Wenn früher häufig fast der gesamte Kuraufenthalt von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung bezahlt wurde, so bestreitet der Patient die Kur im 21. Jahrhundert größtenteils oder komplett aus eigenen Mitteln.

Verantwortungsbewusster Urlaub

Schlafstörungen, Rastlosigkeit, Unruhe, nervöser Magen, Rückenschmerzen – damit kann es anfangen, dass einem alles zu viel wird. Urlaub diente auch in der Vergangenheit dem Zweck, mal wieder „aufzutanken“. Aber im Zuge der deutlich gestiegenen Anforderungen an jeden im Alltag, reicht ein „normaler“ Urlaub vielleicht nicht mehr aus, um die benötigte Regeneration zu erzielen.

Wer noch ein bisschen länger gesund bleiben möchte, sollte die Initiative ergreifen und sich seiner eigenen Verantwortung bewusst werden. Es ist schließlich die eigene Gesundheit. Die Prävention wird eben immer wichtiger. So sieht man die Kur im 21. Jahrhundert.

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte mal zum neuen Präventionsgesetz (Beschluss am 17.12.2014): „Es geht darum, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Das gilt für jeden Einzelnen… Ich freue mich, dass es nach mehreren Anläufen in der Vergangenheit nun einen breiten Konsens darüber gibt, bei der Prävention einen wichtigen Schritt nach vorne zu gehen.“

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