Erkältung vorbeugen – im Winter

Das Wetter in Herbst und Winter ist die größte Gefahr, an einer Erkältung zu erkranken – wie kann ich mich davor schützen?

Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit – für einen Erwachsenen sind zwei bis vier Infekte pro Jahr ‚normal‘. Natürlich kann der Verlauf einer Erkältung individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Normalerweise, das heißt sofern keine Komplikationen auftreten, bessern sich die Beschwerden nach drei bis sieben Tagen und nach zwei Wochen sollten sie praktisch nicht mehr da sein. Wie kann ich denn eine Erkältung von einer Grippe unterschieden? Gibt es wirkungsvollen Schutz? Und was hilft im Herbst und Winter als Vorbeugung?

Der Unterschied zwischen Erkältung und Grippe

Viele Symptome von Erkältung und Grippe sind natürlich gleich oder zumindest sehr ähnlich. Dadurch ist es nicht immer ganz so leicht zu erkennen, ob man lediglich eine Erkältung hat oder aber eine echte Influenza. Bei der Grippe treten die Symptome meist sehr plötzlich auf. Auch sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit stärker ausgeprägt, als bei der Erkältung. Dazu kommen bei der Grippe oft auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Hohes Fieber von mindestens 38,5 Grad Celsius, teilweise über 40 Grad Celsius, tritt eher bei einer Grippe auf. Was aber ist der Auslöser – Virus oder Bakterium?

Virus oder Bakterien

Die Influenza ist eine durch Viren der Gattungen Influenzavirus A oder B ausgelöste Infektionskrankheit und kennzeichnet die „echte Grippe“. Teilweise wird für eine Erkältung der Begriff „grippaler Infekt“ benutzt. Die Erkältung ist eine Infektion durch Viren, die teilweise zusätzlich auch von Bakterien verursacht wird. Da es sich sowohl bei der Grippe als auch bei der Erkältung um Infektionserkrankungen handelt, gilt: Unterkühlung, Stress, Schlafmangel und andere Krankheiten können anfälliger für Erkältungen machen. Warum? Weil dadurch das Immunsystem geschwächt wird. Und wie beugt man vor?

Erkältung vorbeugen

Ohne Sauerstoff und Licht produziert der Körper weniger Abwehrstoffe. Daher ist ein täglicher Spaziergang eine gute Vorbeugung gegen Erkältungen. Außerdem trocknet ständiges Heizen die Zimmerluft aus. Eine trockene Raumluft fühlen sich die Tröpfchenkeime wohler, weil sie leichter aufgewirbelt und somit auch leichter eingeatmet werden können. Gleichzeitig trocknet die Heizungsluft aber auch die menschlichen Schleimhäute aus. Auch dadurch haben es Erreger leichter.

Erkältungen und grippale Infekte werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sich also in geschlossenen Räumen aufzuhalten, in denen auch noch auf engem Raum eine Menge an Menschen sind, ist eine deutlich erhöhte Gefahr, sich bei jemandem anzustecken.

Rechtzeitig auf Symptome einer Erkältung reagieren

„Wir fühlen uns nie ohne Grund schlapp, der Körper möchten uns etwas damit sagen“, weiß Hausarzt Hans-Michael Mühlenfeld (Vorsitzender des Hausärzteverbands Bremen). Bei den ersten Symptomen einfach ein Schmerzmittel oder ein aufputschendes Mittel einzuwerfen und unverändert weiterzumachen, sei der beste Weg, über kurz oder lang flachzuliegen.

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