Sonnencreme – Schutz für jeden Hauttyp

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?

„Für unsere Breiten und den hierzulande am häufigsten vertretenen Hauttyp 2 genügt meist Faktor 20“, erklärt Beate Volkmer (Zellbiologin am Dermatologischen Zentrum Buxtehude und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention).

Eine Creme mit Faktor 20 lässt fünf Prozent der UV-Strahlen in die Haut dringen. Oder anders ausgedrückt: Wer sich zehn Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne dass die Haut sich rötet, darf mit dem SPF 20 eine Zeit von 200 Minuten sonnen.

„Wir empfehlen, diese Maximalzeit nicht ausreizen, sondern sich mit ca. 60 Prozent zu begnügen“, sagt Volkmer.

Kann Sonnencreme Hautkrebs verhindern?

Einen weitaus besseren Schutz vor Hautkrebs bieten Schatten und Bekleidung. Erst danach kann Sonnencreme als Schutz vor Hautkrebs eingereiht werden. Zwar erklärt Volkmer: „Sonnencremes haben sich im Labor als sehr guter Krebsschutz erwiesen.“ Aber in der Praxis kommt sie diesem Anspruch nicht nach. Dies zeigen zumindest einige Studien.

Warum? Die erforderliche Crememenge von 40 Milliliter pro Eincremen alle 2 Stunden lässt sich im Alltag einfach nicht umsetzen. Offenbar bietet weniger Creme in längeren Abständen keinen Krebsschutz.

Ein weiterer Umstand bewirkt sogar, dass Malignes Melanom (Schwarzer Hautkrebs) durch Sonnencreme sogar zunimmt: Leichtsinn!

Sonnencreme verführt zum Leichtsinn

Sonnencreme ist für viele das psychologische Alibi länger in der Sonne zu bleiben, als es gemäß Hauttyp oder nach dem Lichtschutz eigentlich gefahrlos möglich wäre.

UV-Index

Der UVI (UV-Index) gibt die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke an. UVI-Werte werden stets als Maximalwerte ermittelt, also um die Mittagszeit, jeweils am 21. Eines Monats. In Deutschland liegt der durchschnittliche UVI-Wert bei 3-4. Er variiert vom Minimum im Dezember (0) bis zum Maximum in den Monaten Juni/Juli (7).

Hauttyp

Es werden insgesamt 6 verschiedene Hauttypen voneinander unterschieden. Je nach Hauttyp wird auch das Hautkrebsrisiko ermittelt bzw. die dagegen nötigen Maßnahmen.

Typ 1 – ‚Keltischer Typ‘
Typ 2 – ‚Nordischer Typ‘
Typ 3 – ‚Mischtyp‘
Typ 4 – ‚Mediterraner Typ‘
Typ 5 – ‚Dunkle Hauttypen‘ (vorwiegend bei Menschen aus Arabien, Nordafrika und dunkle Asiaten)
Typ 6 – ‚Schwarze Hauttypen‘ (vorwiegend Menschen aus Subsahara-Afrika, Indien und Australien)
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