Strand und Meer beugen Burnout und anderen Zeiterkrankungen vor

Wo selbst die Wellen entspannt an Land gehen, da finden auch die Menschen ihre innere Ruhe wieder und entfliehen der psychischen Erschöpfung

Das gestiegene Tempo und der Optimierungszwang. Nach dem Soziologen Hartmut Rosa gründen sich darin die Entwicklung in der Gesellschaft, dass man unter enormen Leistungsdruck gerät und niemand mehr „gut genug“ kennt. „Viele Menschen sagen, ich muss in die Berge oder ans Meer fahren. Wenn ich am Strand stehe und die Wellen heranrollen, stehe ich anders in der Welt.“, erklärt Rosa. Fehlen „resonante Weltbeziehungen“ kann dies zu Burnout und anderen Zeiterkrankungen führen. Darum kann eine rechtzeitige Auszeit am Strand ‚Wunder‘ wirken.

Um das eigene Leben als gelungen ansehen zu können, bräuchten Menschen mehr als Anerkennung – sie bräuchten Resonanz. Erst wenn sie die Erfahrung machen würden, etwas zu bewegen und von anderen und der Umwelt bewegt zu werden, stünden sie fest in der Welt. Von diesem Hintergrund scheint wohl auch bei vielen die Naturverbundenheit und im Besonderen die Affinität zum Meer zu kommen.  „Das eigene Wesen öffnet sich, man hat das Gefühl, dass das, was heranbraust, mit dem Inneren in einer engen Beziehung steht“, so Rosa.

Strand der Ostsee

Strände und Wälder, eine Brandung in epischer Breite – die Sonneninsel Usedom begeistert seine Gäste. Es scheint nahezu so, als könnte man in eine längst vergessene Zeit eintauchen. Die Zeitreise bringt Besucher an schön herausgeputzte Gebäude. Viele Strandvillen sind über hundert Jahre alt und wirken mit ihren detailverliebten Verzierungen wie Kunstwerke. Nur allzu leicht kann man sich das Schauspiel früherer Tage vorstellen. Wie zum Beispiel Männer in leichten Anzügen und mit Strohhut bekleidet zum Strand hinuntergehen. Pompös aufgemachte Damen mit wallenden Röcken, die ihre weiße Haut mit zartem Sonnenschirm vor der Sonne schützen. Dazu noch ein weißer Strand, blauer Himmel und die glitzernde See. Das gesamte Schauspiel scheint nahezu unwirklich. Fast schon zu schön um wahr zu sein.

Zu den etwas moderneren aber nicht weniger bewundernswerten Bauten zählen die vielen Leuchttürme und Seebrücken an der Ostsee. Natürlich ist der Ostseestrand ein sehr beliebter Urlaubsort. Zahlreiche Strandkörbe laden zum genießen ein. Vereinzelt sieht man klein und groß bei dem Versuch, Drachen steigen zu lassen.

Zum Baden reicht es noch nicht, aber immerhin: Die Ostsee wird langsam wärmer. Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Während die Ostsee sich allmählich erwärmt, kühlt das Mittelmeer wieder etwas ab. Also gute Gründe für einen Strandurlaub an der Ostsee.

NACH OBEN