Was macht eigentlich unser Gehirn im Schlaf?

Es gibt mentale Aufgaben die am Tag begonnen werden und vom Gehirn im Schlaf beendet werden müssen. Es geht darum, unser Gedächtnis zu sortieren, Erfahrungen zu analysieren, neu Gelerntes zu festigen. Dass es psychische Aktivität während des Schlafes gibt erklärt sich ja allein schon durch die Tatsache, dass wir träumen. Zwar kann sich der Träumende nach dem Erwachen meist nur teilweise oder gar nicht erinnern. Dennoch ist der Traum häufig mit intensiven Gefühlen verbunden und wird von lebhaften Bildern begleitet. Das ist aber noch längst nicht das Einzige.

Unser Gehirn ist während wir schlafen hochaktiv. Dabei wechselt es in einem zirka neunzig-minütigen Rhythmus zwischen mehr oder weniger starker Aktivität. Im Schlaf kommt es auch zu sehr wichtigen Hormonausschüttungen. Im ersten Teil der Nacht wird zum Beispiel das für die Regeneration der Körperzellen sehr wichtige Wachstumshormon ausgeschüttet. Auch dem ersten Teil des Schlafes kann das so genannte „Gesundschlafen“ zugeordnet werden. Durch den Austausch bestimmter Botenstoffe regeneriert sich nämlich dann auch das Immunsystem. Während der gesamten Nacht wird Melatonin ausgeschüttet.

Wir treffen im Schlaf Entscheidungen

Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse des vergangenen Tages und bereitet sich auf das zu entgegnende Verhalten vor. Untersuchungen zeigen, dass durch die fortgesetze Tätigkeit im Schlaf eine Entscheidung getroffen wird.

Auf die Entschiedung die im Gehirn während des Schlafes getroffen wird, nehmen auch frühere Erfahrungen Einfluss. Dabei ‘befragt’ das Gehirn die eigene Vergangenheit bis in die Kindheit zurück. Um neue Eindrücke zu verarbeiten und uns später auch wieder richtig an sie erinnern zu können, brauchen wir einfach Schlaf.

Aus diesem Grund ist er auch für das Lernen wichtig. Die Dinge, die wir unmittelbar vor dem Schlafengehen am Abend neu gelernt haben, sind auch am Morgen als ersten noch in unserem Sinn. Nur vorsicht: Gar nicht zu schlafen ist aber keine Lösung! Denn wer nicht schläft, der büßt 40 Prozent seiner Fähigkeit, Neues zu lernen, ein.

Wir speichern also Gelerntes ab. Das, was wir am Tag wiederholt und erlernt haben, wiederholt das Gehirn während wir schlafen. Dadurch wird es richtiggehend festgeschrieben. Es kommt dann zu entsprechenden biochemischen Veränderungen.

Was man über das Träumen weiß

Obwohl Träume in alle 4 Phasen des Schlafes vorkommen, können wir uns doch nur selten an sie erinnern. Phase 1 ist das Einschlafen. Phase 2 der Non-REM-Schlaf gefolgt von Phase 3 dem „Rapid-Eye-Movement“-Schlaf oder kurz: REM. Zum Schluss folgt dann das Aufwachen (Phase 4).

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